Mit Schrecken musste die Öffentlichkeit vergangene Woche davon Kenntnis nehmen, dass die Privatisierung des GZO-Spitals droht. Das Konglomerat «Aevis Victoria» will den Betrieb des Spitals und die Immobilien aufkaufen und übernehmen.
Vor diesem Desaster hat die SP Wetzikon bereits vor zwei Jahren, zu Beginn der GZO-Krise, gewarnt.
Mit der Privatisierung der regionalen Gesundheitsversorgung ist diese nicht mehr länger gewährleistet. Teile der Grundversorgung – wie einen Notfall oder Behandlungen kleiner Verletzungen, können nicht mit den Profit-Interessen eines börsenkotierten Konglomerats vereinbart werden. «Mit der Privatisierung des GZO Spitals droht das Ende der regionalen Gesundheitsversorgung und die Türen werde für die Bevölkerung grossteils geschlossen sein.» warnt SP Co-Präsident Saamel Lohrer.
Auch vor dem wieder auf dem Tisch liegende «Sale-and-lease-back» warnt die SP eindringlich: «Das GZO-Spital würde gezwungen die Immobilien einem Immobilien-Konzern zu verkaufen, welcher dann die maximal mögliche Rendite herauspresst. Das wäre für den betriebswirtschaftlich gesunden Spital der Todesstoss.» lässt sich Lohrer in einer Mitteilung der SP zitieren.
Zusammenfassend: Sollte die drohende Privatisierung des GZO-Spitals tatsächlich Realität werden, wird plötzlich Profit vor Gesundheit stehen. «Das kann von den Verantwortlichen nicht zugelassen werden! Die Gemeinderäte in der Region und der Verwaltungsrat des Spitals haben die Aufgabe, im Wohle der Bevölkerung und der regionalen Gesundheitsversorgung zu entscheiden.» sagt SP Co-Präsident Saamel Lohrer.
Appell an die Verantwortlichen – GZO-Privatisierung stoppen!
In einem Appell an die Verantwortlichen (Gemeinderäte der Aktionärsgemeinden und dem GZO Verwaltungsrat) fordert die SP:
- Eine klare Absage an die Privatisierung vom GZO-Spital
- Eine nachhaltige und zukunftsfähige Lösung zur Erhaltung der öffentlichen und regionalen Gesundheitsversorgung
- Für den Fall, dass Immobilien oder Boden verkauft würde, soll dieser von den Aktionärsgemeinden gekauft werden.
Das GZO-Spital muss in der öffentlichen Hand bleiben – nur so können demokratisch Entscheidungen über die Zukunft der regionalen Gesundheitsversorgung getroffen werden.
Um den Forderungen des Appells noch mehr Gewicht zu verleihen, ruft die SP Wetzikon die Bevölkerung zum Unterzeichnen auf (www.spwetzikon.ch/gzo-appell).
«Wir hoffen, die Verantwortlichen hören unseren Appell und werden sich mit unseren Forderungen auseinandersetzen.» schliesst Lohrer ab. Weitere (Protest-)Massnahmen lässt sich die SP zur Zeit noch offen.»
Ansprechsperson für das Thema:
