Liebe Anwesende hier im Saal und auf der Tribüne
Es ist schon zu später Stunde und deshalb halte ich mich kurz für die Begründung unseres Postulates zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt. Das heisst nicht, dass unsere Begründung deshalb weniger wichtig ist – ganz im Gegenteil.
Ich knüpfe an mein Votum an zu unserem Budgetantrag zum Schutz von häuslicher und sexualisierter Gewalt an der letzten Parlamentssitzung. Ich danke allen nochmals herzlich, die unserem Antrag zugestimmt haben. Mit einem Beitrag von 10'000 Franken kann Wetzikon einmalig in diesem Jahr die ambulante Beratungsstelle des Frauenhauses Zürcher Oberland unterstützen und damit einen Beitrag leistet das wichtige Angebot für Frauen mit ihren Kindern in Not zu sichern.
Mit dem vorliegenden Postulat nehmen wir den Hinweis von unserem Stadtrat Remo Vogel an der besagten Budgetdebatte auf. Wir laden den Stadtrat ein, eine Erhebung der letzten drei Jahre zu erstellen, die aufzeigt, wie viele Frauen und Kinder aus der Gemeinde Wetzikon Zuflucht in einem Frauenhaus gefunden haben und wie hoch der prozentuale Anteil in den Frauenhäusern ist. An dieser Stelle ist es mir wichtig zu betonen, dass wir mit diesem Prüfauftrag auf keinen Fall den Schutz von Frauen gefährden möchten. Wir gehen klar davon aus, dass mit dieser Erhebung in keiner Weise Rückschlüsse auf einzelne persönliche Situationen gemacht werden können. Frauen haben ein Anrecht darauf, anonym Schutz in einem Frauenhaus zu suchen und zu finden, wenn sie akut von häuslicher Gewalt betroffen sind.
Auf der Basis dieser anonymisierten Ergebnisse soll ein jährlicher Beitrag für die Frauenhäuser geprüft werden, welcher die Kosten der Angebote der Frauenhäuser nicht nur im Rahmen der Subjektfinanzierung für die einzelne Frau oder das Kind deckt, sondern auch eine Mitverantwortung in Form eines jährlichen Beitrags sicherstellt.
Herzlichen Dank an den Stadtrat für die Bearbeitung dieses Postulats.
Brigitte Meier Hitz, SP/AW Fraktion
26.01.2026
