Votum Masterplan Stadtraum Bahnhof Wetzikon

Geschätzter Stadtrat, geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Parlament, liebe Zuschauende auf der Tribüne Die Haltung der SP/aw-Fraktion ist klar. Wir sind für den Masterplan Stadtraum Bahnhof Wetzikon ohne wenn und aber. Darum stimmen wir dem Geschäft wie von der Spezialkommission vorgeschlagen zu.

Geschätzter Stadtrat, geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Parlament, liebe

Zuschauende auf der Tribüne
Die Haltung der SP/aw-Fraktion ist klar. Wir sind für den Masterplan Stadtraum Bahnhof Wetzikon ohne wenn und aber. Darum stimmen wir dem Geschäft wie von der Spezialkommission vorgeschlagen zu.
Dieser Masterplan ist nicht hinter verschlossenen Türen entstanden. Der gesamte Prozess war vorbildlich transparent, mit Mitwirkung und nachvollziehbar dokumentiert worden. Und das verdient unserer Meinung nach Vertrauen. Vertrauen darauf, dass wir hier nicht nur eine Vision haben, sondern einen Masterplan, der seinen Namen auch verdient.
Wir sehen es als eine historische Chance. Heute Abend entscheiden wir, ob die kommenden Generationen stolz zurückblicken und mit Freude das Leben rund um den Bahnhof Wetzikon geniessen können. Wir alle hier drin übernehmen aber nicht nur Verantwortung für eine konkrete Verbesserung des öffentlichen Raums rund um den Bahnhof, sondern für ganz Wetzikon.
Wetzikon ist der Verkehrsknotenpunkt des Zürcher Oberlands. Und genau so muss unser Bahnhof funktionieren: als zukunftsfähige Verkehrsdrehscheibe für alle Mobilitätsbedürfnisse – ob Bus, Bahn, Velo oder zu Fuss.
Und der Masterplan liefert das: Bushöfe auf beiden Seiten des Bahnhofs, eine erweiterte Personenunterführung Nord für Velos, zwei zusätzliche Querungen über die Rapperswilerstrasse und wenn einmal jemand doch das Auto nehmen muss ein Carsharing oder auch ein P&R und K&R Angebot.
Dass der Bushof saniert werden muss, ist klar. Das Schlüsselement wurde pragmatisch aufgegleist und entspricht endlich den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes.
Spannend wird es, was sonst noch rund um den Bahnhof passiert. Heute müssen Schülerinnen oder Mitarbeitende der Bank Avera & des Zürcher Oberländers über die Strasse rennen. Kindergartenkinder müssen durch Massen von Pendlerinnen in einer dunklen, unübersichtlichen Unterführung zur Schule. Künftig wird es hier eine sichere und breitere Unterführung geben.

In Zukunft können noch mehr Menschen aus Wetzikon mit dem Velo an den Bahnhof – günstig, gesund und praktisch.
Am Bahnhof kann das Velo sicher und trocken parkiert werden, ohne dass es überall wild herumsteht. So machen wir Velofahren attraktiver und entlasten gleichzeitig den Strassenverkehr.
Der Bahnhofpark wird zum öffentlichen Raum, der in Unterwetzikon lange gefehlt hat. Heute ist dort ein grauer Parkplatz. Es wird ein grüner Park mit Bäumen und Schatten entstehen, ein Platz für Begegnungen. Familien, Jugendliche, ältere Menschen – alle profitieren von einem Ort mit hoher Aufenthaltsqualität.
Was nicht zu vergessen ist: Es entstehen Wohnungen, Läden und Cafés. Die Menschen sollen hier leben und nicht nur umsteigen auf den nächsten Zug oder den Bus.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Saal, das hier ist ein Generationenprojekt. Es ist unsere Verantwortung für unsere Kinder und deren Kinder, eine solide Grundlage der Stadtplanung in Wetzikon vorzugeben. Die Planerinnen und der Stadtrat haben ihre Arbeit gemacht und einen soliden, pragmatischen Masterplan vorgelegt, der von den Parteien in der Spezialkommission getragen wurde.
Für uns sind die signifikanten Streichungen mehrerer Schlüsselelemente unverständlich.
Diese Streichungen betreffen zentrale Infrastruktur für alle Menschen in Wetzikon, die den Bahnhof als nachhaltige Mobilitätsdrehscheibe, aber auch als Zugang und Verbindung zu Oberwetzikon, nutzen.
Wir haben diese eine Chance. Wenn wir jetzt, nach Jahren der Planung hier in diesem Saal, wieder eine Operation am offenen Herzen durchführen und die Schlüsselelemente streichen, dann ist der Zug abgefahren. Diese Chance kommt nicht wieder.
Und das möchte ich noch ganz persönlich sagen. Ich finde es fahrlässig, aus parteipolitischen Interessen gegen eine nachhaltige Mobilitätsform zu argumentieren. Es zeigt den fehlenden Willen, Wetzikon wirklich weiterentwickeln zu wollen.
Dieser Masterplan basiert bereits auf Kompromissen vieler Parteien und Stellen.

Ich bitte euch daher dringend, die Anträge zur Streichung der Personenunterführung und der unterirdischen Veloabstellplätze nicht zu unterstützen und zum Masterplan JA zu sagen.

Ansprechpartner:innen zu diesem Thema

Jonathan Assenberg

Jonathan Assenberg

Co-Präsident, Mitglied Fachkommission II

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